Willkommen! Anmelden Ein neues Profil erzeugen
Themenübersicht Neueste Beiträge Neues Thema Suche Webcams


Ist die S 7-Verlängerung nach Lindau sinnvoll?

Schweizer S-Bahnverbindung nach Lindau
In den vergangenen Monaten wurde in der Presse, nicht zuletzt auch im Zusammenhang mit der OB-Wahl in Lindau, das Thema einer S-Bahnverbindung als S 7 von Romanshorn über Rorschach, St.Margrethen und Bregenz nach Lindau thematisiert. Nach dem auch der Vertreter der BEG bei der letzten
Fahrplankonferenz diese Verbindung genannt hat, und auch die DB bei den Planungen für den Knoten Lindau diese Verbindung für möglich hält, ist es an der Zeit, diese mögliche Verbindung einmal näher zu betrachten.
Grundsätzlich ist ein S-Bahn-Verkehr rund um den Bodensee ein erstrebenswertes Ziel. Da es einen solchen am gesamten Schweizer Ufer sogar über St.Margrethen hinaus, als auch zwischen Lindau und St.Margrethen bereits gibt, stellt sich die Frage nach einem sinnvollen Mehrwert.
Wie soll diese S-Bahnverbindung, nach dem was derzeit im Gespräch ist, eigentlich aussehen.
Die bislang bekannten Überlegungen basieren zunächst auf dem zukünftigen Fernverkehrskonzept, das Zürich mit München über den neu gestalteten Knoten Lindau verbindet. Auf dieser Verbindung sollen zukünftig die auf der Gotthardachse entbehrlichen ETR 610, welche aus der aufgelösten Cisalpino-Gesellschaft stammen, elektrisch unter Nutzung der vorhandenen Neigetechnikeinrichtung ab Fahrplanwechsel Dezember 2020 verkehren. Diese sollen im Zwei-Stunden-Takt mit sechs Zugpaaren pro Tag verkehren. Das fehlende siebte Zugpaar verursacht nach heutigem Stand weiterhin eine vierstündige Taktlücke.
Für den Nahverkehr am östlichen Bodenseeufer ist nun offensichtlich vorgesehen, in den vom Fernverkehr nicht genutzten zeitgleichen Fahrplantrassen S-Bahnen von Rorschach über St.Margrethen und Bregenz nach Lindau zu führen. Dabei ist in Vorarlberg nur ein Halt in Bregenz vorgesehen. Da die Trassen des Fernverkehrs nicht in den S-Bahntakt des Landes Vorarlberg passen, ist kaum zu erwarten und derzeit auch nicht erkennbar, dass sich Vorarlberg an einem solchen Verkehr beteiligt, zumal in Vorarlberg der Fokus derzeit auf dem zweigleisigen Ausbau zwischen Hard-Fußach und dem Abzweig Riedenburg/Lauterach liegt. Dort soll nach Fertigstellung ein täglicher Halbstundentakt mit direkten Verbindungen St. Margrethen /Dornbirn im Wechsel mit St.Margrethen- Bregenz realisiert werden. Deshalb stellt sich die Frage, wer solche S-Bahnen nutzen soll, die ab Rorschach einen anderen Laufweg als die alternierenden EC´s nehmen, die ja via St.Gallen verkehren. Da Romanshorn zumindest ab Kreßbronn besser über Friedrichshafen und die Fähre zu erreichen ist und die Vorarlberger wegen der Taktlage und der Haltepolitik besser mit der ÖBB-S-Bahn in die Schweiz fahren, bleiben als mögliche Fahrgäste fast nur die bayrischen Nutzer zwischen Nonnenhorn und Lindau übrig. Hinzu kommt noch die Tarifproblematik. Während die Fernverkehrsreisenden in der Regel über durchgehende Fahrausweise verfügen, muss der Nahverkehrsfahrgast mindestens zwei in manchen Fällen sogar drei verschiedene Fahrausweise lösen. Da er diese zum Teil nur zur sofortigen Fahrt am Automaten erhält, kann er den Vorteil des durchgehenden Zuges aber gar nicht nutzen. (Ausnahme Bodenseeticket, das aber für manche Einzelfahrten zu teuer ist).
Ein weiteres Hemmnis könnte die in den S-Bahn GTW´s der Schweiz, zumindest teilweise, fehlende Ausrüstung für das österreichisch/deutsche Sicherungssystem sein.
Schweizer S-Bahnverbindung nach Lindau
In den vergangenen Monaten wurde in der Presse, nicht zuletzt auch im Zusammenhang mit der OB-Wahl in Lindau, das Thema einer S-Bahnverbindung als S 7 von Romanshorn über Rorschach, St.Margrethen und Bregenz nach Lindau thematisiert. Nach dem auch der Vertreter der BEG bei der letzten
Fahrplankonferenz diese Verbindung genannt hat, und auch die DB bei den Planungen für den Knoten Lindau diese Verbindung für möglich hält, ist es an der Zeit, diese mögliche Verbindung einmal näher zu betrachten.
Grundsätzlich ist ein S-Bahn-Verkehr rund um den Bodensee ein erstrebenswertes Ziel. Da es einen solchen am gesamten Schweizer Ufer sogar über St.Margrethen hinaus, als auch zwischen Lindau und St.Margrethen bereits gibt, stellt sich die Frage nach einem sinnvollen Mehrwert.
Wie soll diese S-Bahnverbindung, nach dem was derzeit im Gespräch ist, eigentlich aussehen.
Die bislang bekannten Überlegungen basieren zunächst auf dem zukünftigen Fernverkehrskonzept, das Zürich mit München über den neu gestalteten Knoten Lindau verbindet. Auf dieser Verbindung sollen zukünftig die auf der Gotthardachse entbehrlichen ETR 610, welche aus der aufgelösten Cisalpino-Gesellschaft stammen, elektrisch unter Nutzung der vorhandenen Neigetechnikeinrichtung ab Fahrplanwechsel Dezember 2020 verkehren. Diese sollen im Zwei-Stunden-Takt mit sechs Zugpaaren pro Tag verkehren. Das fehlende siebte Zugpaar verursacht nach heutigem Stand weiterhin eine vierstündige Taktlücke.
Für den Nahverkehr am östlichen Bodenseeufer ist nun offensichtlich vorgesehen, in den vom Fernverkehr nicht genutzten zeitgleichen Fahrplantrassen S-Bahnen von Rorschach über St.Margrethen und Bregenz nach Lindau zu führen. Dabei ist in Vorarlberg nur ein Halt in Bregenz vorgesehen. Da die Trassen des Fernverkehrs nicht in den S-Bahntakt des Landes Vorarlberg passen, ist kaum zu erwarten und derzeit auch nicht erkennbar, dass sich Vorarlberg an einem solchen Verkehr beteiligt, zumal in Vorarlberg der Fokus derzeit auf dem zweigleisigen Ausbau zwischen Hard-Fußach und dem Abzweig Riedenburg/Lauterach liegt. Dort soll nach Fertigstellung ein täglicher Halbstundentakt mit direkten Verbindungen St. Margrethen /Dornbirn im Wechsel mit St.Margrethen- Bregenz realisiert werden. Deshalb stellt sich die Frage, wer solche S-Bahnen nutzen soll, die ab Rorschach einen anderen Laufweg als die alternierenden EC´s nehmen, die ja via St.Gallen verkehren. Da Romanshorn zumindest ab Kreßbronn besser über Friedrichshafen und die Fähre zu erreichen ist und die Vorarlberger wegen der Taktlage und der Haltepolitik besser mit der ÖBB-S-Bahn in die Schweiz fahren, bleiben als mögliche Fahrgäste fast nur die bayrischen Nutzer zwischen Nonnenhorn und Lindau übrig. Hinzu kommt noch die Tarifproblematik. Während die Fernverkehrsreisenden in der Regel über durchgehende Fahrausweise verfügen, muss der Nahverkehrsfahrgast mindestens zwei in manchen Fällen sogar drei verschiedene Fahrausweise lösen. Da er diese zum Teil nur zur sofortigen Fahrt am Automaten erhält, kann er den Vorteil des durchgehenden Zuges aber gar nicht nutzen. (Ausnahme Bodenseeticket, das aber für manche Einzelfahrten zu teuer ist).
Ein weiteres Hemmnis könnte die in den S-Bahn GTW´s der Schweiz, zumindest teilweise, fehlende Ausrüstung für das österreichisch/deutsche Sicherungssystem sein.
ThemaAutorKlicksDatum/Zeit

Ist die S 7-Verlängerung nach Lindau sinnvoll?

HG3/441622. Dezember 2019 22:54

Re: S7 Kopierfehler

HG3/434423. Dezember 2019 00:56

Ja

C. Miller28623. Dezember 2019 09:36

Re: Ja

Jo3326524. Dezember 2019 15:31

Re: Ist die S 7-Verlängerung nach Lindau sinnvoll?

Aquilo19526. Dezember 2019 16:47

Re: Ist die S 7-Verlängerung nach Lindau sinnvoll?

Florian Ziese16927. Dezember 2019 18:38



In diesem Forum dürfen leider nur registrierte Teilnehmer schreiben.

Klicke hier, um Dich einzuloggen