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Bahnhöfe und ihre Zukunft

Ich hab den Artikel gelesen habe Abo.

Im Grunde kann man beide Seiten verstehen.

Die Stadt will im Grunde so schnell wie möglich und auch so billig wie möglich Grundstücke der Bahn, sprich auch ehemalige Gleisanlagen für sich beanspruchen.
Die Bahn, als Ganzkonzern, oder Teile davon, wollen soviel wie möglich Provit mit dem Verkauf machen um indirekt die Baukosten der Schwesterfirma des Bahnhofsbaus, wiederum zu bezahlen, wobei die Schwesterfirma allerdings auch gerade zum Umbau eben auch etwas mehr Platz braucht, als am Ende dann übrig bleiben wird, was man ja im Grunde immer kennt, bei jedem Hausbau weiß man dass meist min. 10 %, ums Grundstück rum meist mitgebraucht wird, um an der Baustelle selbst gut agieren zu können und erst nach Beendigung der Baustelle, Engstellen an der Straße, Sperrung des Gehweges etc. z.B. wieder wegfallen.
Natürlich ist man sich im Preis im umklaren, wieviel soll der Quadratmeter kosten, die Bahn hat ihn vor Jahrhunderten kostenlos bekommen, wobei der Quadratmeter damals halt auch so gut wie nichts Wert war, im Vergleich zu heute. Heute kostet er wohl 200 bis 400 mal mehr als eben vor ca. 200 Jahren, aber so geht es fast allen Grundstücken in attraktiven Lagen. Die Stadt dachte wohl sehr naiv, sie bekommt die Grundstücke von der Bahn fast geschenkt, vielleicht hat man mit einem Quadratmeter Preis von 10-30 € gerechnet, was man für manchen Acker auch heute noch zahlt, allerdings als ein Baugrundstück in der Lage, werden dann doch eher realistisch 400-600 € fällig. Daher wohl realistischer Preis am Ende für den Ankauf als Zwischenhändler (welche die Stadt im Grunde ja ist, sie will dort ja auch wiederum Wohnungen verkaufen) wird wohl irgendwas zwischen 100 und 300 € sein, was die Bahn will, genau weiß man die Preise nicht, sondern kann sie nur erahnen, durch Vergleiche abschätzen. Ich lebe heute auch in einem Haus meiner verstorbenen Eltern, wo der Grundstückspreis in den 60zigern bei knapp 30 DM lag, pro Quadratmeter, heute liegt der Preis dafür bei gut 300 €.
Dazu kommt eben zum Umbau der Gleisanlagen in Lindau Reutin braucht man wie gesagt, wohl auch einfach aktuell mehr Platz, alleine schon von der Logistik her um Baumaterial irgendwo direkt an der Baustelle zwischen zu lagern. Man kann nicht einfach sagen, die 1000 Quadratmeter brauchen wir heute schon nicht mehr, ihr könnt bauen, wohl schon alleine aus Sicherheitsgründen, weil da ja auch trotzdem weiterhin Zugbetrieb herrscht.

Ich wurde den Fall als einfach dumm gelaufen ansehen. Bzw. die Stadt Lindau war/ist etwas viel zu optimistisch und viel zuwenig realistisch, generell was ihre zukünftigen Bahnhöfe angeht, ich schätze der Bahnhof wird wirklich in einem Jahr ohne direkten Autozubringer in den Betrieb gehen. Da wird dann halt nächstes Jahr schnell ein provisorischer Fußgänger-/Radweg zum Bahnhof gebaut, 2-3 provisorische Bushaltestellen, sowas kann man in nem Monat, bei guter Witterung dann durchaus noch hinbekommen.

Bestes Bsp. ist im Grunde heute Überlingen, wo man damals auch dachte, der neue (HBF) im Tunnel, zentral gelegen wäre das Wunder von Bern, die Lösung für die nächsten Jahrzehnte. Aktuell stellt sich der Bahnhof immer mehr als Problem heraus, viel zu klein, nur 1 Gleis, man kann schlecht ausbauen, weder Bahnsteige in den Tunnel verlängern, noch ein zweites Gleis in den Tunnelausschnitt legen, ohne dass es extrem teuer wird. Am Ende wird wohl spätestens in 20 Jahren der (HBF) wieder Richtung Therme verlegt, dort gibt es zumindest heute noch genug Platz, dass man dort 2-4 Bushaltestellen und ein paar Parkplätze hinbauen könnte. Ebenso wie bereits 3 existierend Bahnsteige und 3 Gleise. Ähnlich wird es wohl Lindau ergehen, Lindau Reutin muss größer werden, muss wohl ausgebaut werden auf zumindest 5-6 Bahnsteigkanten und Lindau Insel wird wohl eher verwahrlost werden, zumindest außerhalb der Sommersaison, er ist in Zukunft einfach zu überdimensioniert worden, 2-3 Bahnsteigkanten weniger wären mehr als ausreichend gewesen. Da ist, war man sich in Lindau auch zu optimistisch und naiv, bzw. nicht genug davon überzeugt, dass sich Verkehrströme auch ändern, anpassen können.
ThemaAutorKlicksDatum/Zeit

Schöne Bescherung: Lindau droht ein neuer Bahnhof ohne Zufahrt (PM)

Hechter47627. Dezember 2019 17:55

Bahnhöfe und ihre Zukunft

Jo3332828. Dezember 2019 13:44



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