Der schlechte Zustand vieler Bahnstrecken ist kein Zufall, sondern das Ergebnis jahrelanger Unterfinanzierung und politischer Kurzsichtigkeit. Auch die Bodenseegürtelbahn steht exemplarisch dafür: Notwendige Erhaltungs- und Ausbauinvestitionen wurden immer wieder verschoben oder blockiert.
Die Folgen sind absehbar. Ohne eine konsequente Erneuerungsstrategie drohen einzelne Abschnitte bereits in den kommenden Jahren nur noch eingeschränkt oder gar nicht mehr befahrbar zu sein. Verantwortlich sind politische Fehlentscheidungen, die Infrastruktur zugunsten kurzfristiger Einsparungen vernachlässigt haben – verstärkt durch ideologisch motivierten Widerstand gegen Kapazitätsausbau.
Wer Verkehrswende und Verlässlichkeit ernst meint, muss den Erhalt und Ausbau der bestehenden Netze priorisieren. Andernfalls werden weitere Strecken denselben Weg gehen: schlechter Zustand, Leistungseinschränkungen, Vertrauensverlust.