järnvägsfotograf schrieb:
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> Da kann ich es mir aber mal wieder nicht
> verkneifen: Das wär mit der "Technik aus der
> Kaiserzeit" nicht passiert
Zumindest in der Drucktasten-Technik war die Verbindung von Siemens und SEL-Stellwerken immer etwas Heikel und wurde von den "Signalern" mit Ehrfurcht behandelt. Niemand war traurig, wenn es dazwischen noch ein mechanisches Stellwerk als Puffer gab. Daher überrascht es mich nicht, dass auch bei neuerer Technik hier besondere Aufmerksamkeit von Nöten ist.
Ja, die Alttechnik ist robust und kann mit einem "19er-Schlüssel" repariert werden. Aber der Wartungsaufwand ist bei der Alttechnik erheblich. Ich las vom Faktor sieben! Dort bewegt sich halt nicht nur dort was, wo es zwingend benötigt wird (die Weiche, der Schrankenbaum), sondern eine Menge im Stellwerk selbst, auf dem Weg dorthin und auch dort, wo gar keine Bewegung erforderlich ist (Signalflügel). All das will regelmäßig bewegt und vor allem geschmiert werden. Ganz abgesehen vom Personalaufwand. Leider gibt es die Menge an Fahrdienstleiter:innen überhaupt nicht mehr, um zuverlässig jeden Dorfbahnhof, auf dem ein Zug pro Stunde und Richtung verkehrt (immerhin!) mit Personal besetzen zu können.
Auch wenn mein Pufferküsser-Herz schmerzt, wenn ich sehe wie die Signale aus der Kaiserzeit verschwinden. Nachvollziehen kann ich es und richtig finde ich es auch. Schön war es, wenn sich eine Zugfahrt durch das Rascheln der Stelldrähte angekündigt hat und das auf Fahrt stehende Signal auch aus der Ferne oder der Gegenrichtung zu erkennen war.
Grüßle
Thomas
Das Projekt heißt Stuttgart 21, weil: 21 Jahre Bauzeit, 21 Milliarden Baukosten, 21% CDU.
Die Bundesbahn vor 40 Jahren:
Bahnhof MochenwangenWarthausen bis AulendorfStrecke Meckenbeuren - Tettnangnoch mehr zwischen Einsingen bis Aulendorfein wenig IsnyRoßbergbahn in den 80ernNiederbiegen bis WeingartenAnschlußgleis zur Fa. Stoz in WeingartenAbschiedsfahrt Öchsle und frühe Museumsbahn